Die „Gruppe Ludwig“ – Extrem rechte Gewalt in München und Italien

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Die „Gruppe Ludwig“ – Extrem rechte Gewalt in München und Italien

27. April 2026
18:00 - 20:00 Uhr

Worum geht es?

In violett stilisierte künstlerische Darstellung einer jungen Frau vor einer Hausfassade mit der Aufschrift Liverpool Diskothek
Bild: Kulturreferat München / Städtisches St. Anna Gymnasium, picture alliance / SZ Photo / amw Bearbeitung: Danilo Nagorni

Programm:

  • Grußwort des Kulturreferenten Marek Wiechers
  • Alessandra Coppola: Vortrag und Lesung aus „Il fuoco nero. Storia della banda neonazi Ludwig” (Das schwarze Feuer. Die Geschichte der Neonazi-Gruppe Ludwig).
  • Lina Dahm: Die Gruppe Ludwig – Spurensuche zwischen Erinnerung und Vergessen

Die neofaschistische „Gruppe Ludwig“ ermordete zwischen 1977 und 1984 mindestens 15 Menschen in Norditalien und Deutschland. Die Täter verübten ihre Anschläge aus einer extrem rechten Ideologie heraus. Ihre Gewalttaten richteten sich gegen Menschen, die sie als Bedrohung für die sogenannte Volksgemeinschaft imaginierten und deswegen ermorden wollten. Am 27. Februar jährt sich der Todestag von Corinna Tartarotti zum 42. Mal. Sie wurde bei dem Brandanschlag der Gruppe Ludwig auf die Diskothek 'Liverpool' in der Schillerstraße schwer verwundet und erlag Wochen darauf ihren Verletzungen.

Alessandra Coppola stellt ihre neuen Recherchen zur Gruppe Ludwig vor, die sie jüngst in dem Buch „Il fuoco nero“ publiziert hat. Sie bezieht sich darin auf Erkenntnisse aus den Ermittlungsakten, journalistische Recherchen und Aussagen von Zeitzeug*innen.

Lina Dahms Vortrag nimmt das Publikum mit auf eine Spurensuche durch die Städte, in denen sich die Anschläge ereigneten. Er beleuchtet die Ideologie der „Gruppe Ludwig“, stellt die Tatorte und lokalen Kontexte vor und fragt, wie unterschiedlich Erinnerung an extrem rechte Gewalt im öffentlichen Raum sichtbar wird – oder unsichtbar bleibt.

Die Veranstaltung findet auf deutscher und italienischer Sprache mit Simultanübersetzung statt.

Anmeldung bis 24. April 2026 unter: juristische.bibliothek@muenchen.de

 

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Fachstelle für Demokratie und der Juristischen Bibliothek.

 


A horizontal gravestone with an inscription in metal letters. Several memorial wreaths have been laid around the grave.

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